Konzert zum 99. Jubiläum des Rudolstädter Zupforchesters mit landesweiter Ehrung

Schon der französische Dichter der Romantik Viktor Hugo bemerkte:“ Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“

Musik spielt eine wichtige Rolle im Leben, da sie Menschen miteinander verbindet. Es ist die Musik, die den Menschen zum ganzen Menschen macht. In ihr kommen Gefühl und Geist, Seele und Körper zur Einheit. Unsere so unterschiedlichen Empfindungen und Seelenregungen - Schmerz und Trauer, Hoffnung und Liebe, Angst und Zuversicht - finden ihren wahren Ausdruck oft in der Musik.

Das sahen auch die Zuhörer so, die am Samstag der Einladung des Mandolinenorchesters Rudolstadt Wanderlust 1919 in die Volkstedter Porzellanmanufaktur gefolgt waren. Vor ausverkauftem Saal musizierte das Orchester unter Leitung seines kürzlich mit der Kulturnadel des Freistaates Thüringen ausgezeichnetem Dirigenten Michael Grübler. Mit Hingabe, Virtuosität und viel Abwechslung präsentierten die Musiker Originalwerke für Zupforchester, aber auch sehr schöne Bearbeitungen bekannterer Melodien. Kleine Kammermusikbeiträge des Mandolinennachwuchses Benedikt Mortsch, solistische Glanzleistungen auf der Sopranblockflöte von Selina Peip,  aber auch virtuose Klänge auf der Sopranlaute durch die Konzertmeisterin Jana Bauer vorgetragen, rundeten das Programm ebenso ab, wie die schwungvolle informative Moderation durch den Vereinsvorsitzenden Daniel Mortsch.

Kurz vor der Pause wurden noch zwei langjährige Orchestermitglieder mit einer Ehrung überrascht. Die Vizepräsidentin des Landesmusikrates Thüringen und Landesmusikleiterin des Bund Deutscher Zupfmusiker Daniela Heise fand treffende Worte in ihrer Laudatio:

„Wir möchten heute mit Ulrich Franz und Roland Grimpe zwei Persönlichkeiten ehren, die langjährig aktiv in unserem Mitgliedsverband der Thüringer Zupfmusiker mitgearbeitet und sich in besonderer Weise für das Thüringer Musikleben verdient gemacht haben.

Seit ihrer Kindheit haben sich beide unablässig mit Musik beschäftigt. Ihre ganze Energie und Liebe haben beide ihren Instrumenten und der Musik geschenkt und somit ist ihnen das Musizieren schon seit Langem in Fleisch und Blut übergegangen.

Die Förderung des musikalischen Nachwuchses im Bereich der Mandoline ist Ulrich Franz als Vertretungslehrer an der Musikschule Saalfeld stets ein großes Bedürfnis und Geschenk gewesen. Lange Jahre nach seiner pädagogischen Tätigkeit hat er sich als Rentner nicht vor der Herausforderung gescheut. Als Mandola-Stimmführer  und Mitbegründer des Senioren-Septett war und ist er stets aktiv.

Roland Grimpe hat in seiner Gitarrenstimme stets gezeigt, wie man durch kontinuierliches Üben auch schwierige Passagen bewältigen kann. Seiner  Entwicklung als Orchesterspieler gilt es großen Respekt zu zollen. Ebenfalls hat er über Jahrzehnte im verantwortungsvollen Amt des Schatzmeisters agiert und die Finanzen des Orchesters stets geordnet und mit geschultem Auge betreut. Aber auch die Herausforderungen des Landeszupforchesters haben beide nicht gescheut und waren von Anfang an dabei. Dass sie dieses nunmehr altersbedingt verlassen, ist sehr bedauerlich.

Beide haben viel Freude gespendet, der Zupfmusik in Thüringen und über die Ländergrenze hinaus sehr gut getan und sie voran getrieben.

Im Mandolinenorchester Rudolstadt haben beide über viele Jahrzehnte ihr  ganzes Engagement in die Fortführung und somit die  Erhaltung des Traditionsorchesters gelegt. In der Vorstandstätigkeit war und ist immer Verlass auf beide gewesen, ebenso wie beim regelmäßigen Proben oder bei der Vor- und Nachbereitung des Konzertes. Beide waren und sind Vorbilder für ihre Musikerkollegen."

Mit einem großen Applaus für die Geehrten, die natürlich im Zupforchester Wanderlust 1919 weiterhin aktiv bleiben und sich auf das 100 jährige Bestehen im nächsten Jahr freuen, wurde in der Pause auf das Wohl des „Vorzeigeorchesters“ des kleinen Fachverbandes Bund Deutscher Zupfmusiker in Thüringen angestoßen. Nach der Pause präsentierte das Orchester noch einmal ein breites Spektrum moderner Rhythmen unter anderem vom Wegbereiter der Zupfmusik Dieter Kreidler, der mit dem Rudolstädter Orchester gerade von einer gemeinsamen erfolgreichen Konzertreise aus Italien zurück kam  und leider zum Jubiläumskonzert verhindert war. Ob Samba, Rumba oder New Classic, das Orchester war in Spiel – und Feiertagslaune, welches das Publikum für zwei Zugaben dankbar mit großem verdientem Applaus beklatschte.

Daniela Heise

Konzert zur neuen CD des Gitarrensembles "Con Fermezza" aus Nordhausen

Am 21.10.2018 stellt das Gitarrenensemble "Con Fermezza" unter der Leitung von Daniela Heise seine neue CD "Tumulto" in einem Konzert vor. Musiziert wird in der St. Nicolaikirche in Niedergebra.

Konzertreise des Landeszupforchesters Thrüingen nach Bulgarien 01.-07.04.2018

Musica artium optima est. - Die Musik ist der Künste beste.

„Ostern mit Musik“ hieß es in diesem Jahr für das Landeszupforchester Thüringen unter musikalischer Leitung von Daniela Heise. Am Ostersonntag, dem 01.04.2018, startete das Orchester nach einer langen Phase von unermüdlicher Organisation  seine ereignisreiche Konzertreise nach Sofia, der Hauptstadt Bulgariens. Hier verbrachten wir eine wundervolle Woche, gemischt aus Konzerttagen und kleinen Ausflugstrips am Ende der Bulgarienreise. Ich erinnere mich sehr gern und präsentiere einen detaillierten Reisebericht für alle Interessierten.

Unser Zubringerbusunternehmen Keitel startete in Nordhausen und fuhr über die Messe Erfurt. Schnell war das gesamte Orchester beisammen und mit Begleitpersonen samt Reisekoffer und Instrumenten eingeladen. Der dreistündigen Fahrt zum Flughafen Frankfurt/Main stand damit nichts mehr im Wege. Nach den obligatorischen Check-Ins und Sicherheitskontrollen kam es zu Ereignissen, die in ihrer Einmaligkeit uns lange in Erinnerung bleiben werden. Am Boarding vor dem Gate erklangen plötzlich Töne und andere Flugpassagiere haben diese Töne zu lokalisieren versucht. Gefunden! Unser Orchestermitglied Philipp Lang, der auch im Landesjugendzupforchester Thüringen tätig ist, hat am Boarding-Schalter mit Unterstützung eines Mikrofons ein geniales Gitarrenspiel improvisiert. Mitarbeiter am Flughafen und auch Fluggäste waren wie verzaubert. Den eigentlichen Höhepunkt gab es aber erst im Anschluss während des Flugs zu spüren. Von Daniela Heise hieß es nämlich mitten im Flug: „Holt mal eure Instrumente heraus!“  Produkt dieses Wunsches der Crew war eine spontane und legendäre Zupf-Session während des Flugs mit der Lufthansa-Maschine nach Bulgarien. Die Stewardessen und auch der Pilot selbst haben es sich nicht nehmen lassen, diese Zupf-Session anzuhören. Alle Flugpassagiere waren hellauf begeistert und wir flogen atemlos durch die Nacht. Vielleicht hat das LZO Thüringen damit einen Weltrekord für das buchstäblich höchste „Konzert“ gegeben. Auf jeden Fall steht fest: ein einmaliges Ereignis. Gegen 23.30 Uhr endete der aufregende Anreisetag  mit einer kleinen Busfahrt durch die Hauptstadt Bulgariens im Hotel „Dream“.  Abgerundet wurde der Abend in geselliger Runde in der Lounge des Hotels.

Am nächsten Tag um 8.30 Uhr  wurde gemeinsam gefrühstückt, um genügend Kraft für den Konzerttag zu tanken. Eine kurzweilige Anspielprobe im Hotel wurde am Vormittag desselben Tages durchgeführt. Nach einem leider etwas „abgekühlten“ Mittagessen wurden wir mit dem Bus zum Biad-Saal in Sofia gefahren. Ebendort haben wir das Konzertprogramm erneut kurz angespielt. Von 19 bis 21 Uhr fand das erste Konzert des LZO Thüringen in Bulgarien im Rahmen der Konzertreise 2018 statt. Es gilt nunmehr kurz zu erläutern, warum es ein ganz besonderes Konzert war. Am 02.04.2018 hat das LZO zum ersten Mal in Bulgarien Romance und Dance“ von und vor Rossen Balkanski aufgeführt. Was ist das Besondere daran? Rossen Balkanski ist Komponist und Dozent für Konzertgitarre  in Sofia (Bulgarien). Er hat dem Landeszupforchester Thüringen unter der Leitung von Daniele Heise das sehr komplexe und 15 Minuten andauernde Stück Romance and Dance“  gewidmet. Der Komponist war begeistert von der Interpretation und es gab auch vom Publikum langen herzlichen Applaus. Spätestens am Ende dieses schönen Konzerttages ist jedem Orchestermitglied klar geworden: Bulgarien ist nicht nur irgendein Land, Bulgarien ist Musik. Und in Folge dieser Einsicht kann auch der Sinn dieser Konzertreise begründet werden: mit der Sentenz Musik verbindet, ist zugleich der interkulturelle Austausch mitgenannt, der in Zeiten von AfD, Pegida, Trump doch umso wichtiger erscheint. Wo die Worte trennen, verbindet die Musik! Nach dem ersten Konzert ging es dann wieder zum gemeinsamen Abendessen ins Hotel. Am zweiten Konzerttag, dem 03.04.2018, konnte zunächst jedes Orchestermitglied seinen Tag individuell gestalten. Um 16 Uhr fuhren wir dann gemeinsam mit dem Bus in das bulgarische Dorf Mirkovo. Das Konzert, welches wir dort gespielt haben, war von ganz besonderer Stimmung. Bereits mit den ersten Stücken Somebody loves me (George Gershwin, bearbeitet von Alexander König-Ossadtschi) und den für die Konzertreise programmatisch gespielten Bulgarischen Skizzen war das bulgarische Publikum in Mirkovo von uns ergriffen und begeistert. Strahlende Augen und tobender Applaus belegten diese nahezu euphorische Stimmung in Mirkovo. Im Rahmen dieses Konzerts hat Daniela Heise auf ihre eigene sehr begeisternde Art auch gleich drei Nachwuchstalente gefördert, indem sie drei Mädchen aus dem Publikum spontan dazu animiert hat, jeweils ein Stückchen zu dirigieren. Im Namen des Orchesters darf ich das Urteil sprechen: das haben die Mädchen ganz toll gemacht! Nach dem Auftritt wurden wir Orchestermitglieder wie kleine Stars behandelt. Viele Menschen aus dem Publikum wollten Fotos mit uns machen und haben sich überschwänglich und sehr herzlich für das tolle Konzert bedankt.

Der dritte Tag in Bulgarien war zugleich unser letzter Konzerttag. Dies fand in der Philharmonie der Stadt Pasardzhik statt. Doch zunächst haben wir in Pasardzhik eine gemeinsame Mittagsmahlzeit eingenommen und im Anschluss das Zentrum der Stadt ein wenig erkundet. Dem LZO Thüringen war es dann eine ganz besonders große Ehre, in einer Philharmonie auftreten und musizieren zu dürfen. Auch diesem Publikum hat unser Auftritt sehr gut gefallen. Die Tarantella aus der Suite The Godfather (Nino Rota, bearbeitet von Stefan Prophet) war dem Publikum in allen Konzerten bekannt und sorgte erstaunlicherweise immer sofort für einen Zwischenapplaus. Ein sehr interessiertes fachkundiges Publikum lauschte gespannt den Klängen und den Ausführungen unserer Dirigentin. Ihre bulgarische Kollegin Daniela Ivanova übersetzte und unterstützte mit ihren Sprachkenntnissen tatkräftig die Organisatoren Susann Schrader, Rossen Balkanski und Wieland Gruppe vor und während der Reise. An dieser Stelle sei ihnen herzlich gedankt für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz, uns eine so tolle Konzertwoche in Bulgarien zu organisieren. Viele unserer Konzertstücke waren auch in Bulgarien sehr bekannt. Zumal es in Pasardzhik auch zwei Zupforchester gibt. Die Dirigenten und Mitspieler kamen in der Pause bereits und fragten uns, ob wir nicht im nächsten Jahr zum Festival der Zupfmusik im Mai wieder kommen könnten. Ein gemeinsames Konzert mit den drei Orchestern ist schon ein reizvoller Gedanke.  Alle Orchestermitglieder haben es genossen, diese positive Stimmung aufzunehmen.

Die weiteren beiden Tage war Freizeit angesagt. Am 05.04. haben wir gemeinsam eine Stadtrundfahrt und einen Stadtrundgang durch Sofia gemacht. In diesem Zusammenhang durften wir u.a. die eindrucksvolle Alexander-Nevski-Kathedrale besichtigen. Am 06.04. war es sehr verregnet, und entgegen der ursprünglichen Planung einiger Orchestermitglieder, die Berge im Umland Sofias zu erkunden, haben wir uns dazu entschlossen, das Nationalmuseum für Geschichte zu besuchen. Dem Bildungsauftrag der Reise wurde damit in jeder Hinsicht Rechnung getragen. Als Altphilologe muss ich persönlich allerdings eine Kritik anmerken: wenn man in einem Museum römische Historiker wie Ammianus Marcellinus oder Tertullian zitiert, sollte man auch entsprechend die lateinischen Textpassagen anführen und nicht nur Übersetzungen in bulgarischer und englischer Sprache. Doch die wichtigste Sprache unter den Kulturen bildete in dieser Woche natürlich die Musik.

Den krönenden Abschluss der Bulgarienreise bildete das gemeinsame Abendessen mit dem Komponisten Rossen Balkanski und seiner Frau. Dem Orchester und weiteren Akteuren der Reise wurde eine exzellente und durchaus fleischhaltige Kost geboten. Musikalische Einlagen von drei bulgarischen Musikern gaben dem Abschlussabend im geselligen Beisammensein einen besonderen Klang. Insgesamt schwebte eine tolle bulgarische Atmosphäre im Raum, die die mannigfaltig schönen Stimmungen unserer Konzertreise widerspiegelte.

Die positive Stimmung im Orchester während der gesamten Reise und die wundervolle Aufnahme unserer Musik durch das bulgarische Publikum haben die exponierte Stellung der Musik als Sprache unter den Kulturen durchgehend aufrechterhalten. Zudem möchten wir sehr gern darauf hinweisen, dass bereits weitere Ideen für zukünftige Projekte mit Rossen Balkanski entwickelt werden, um diese einzigartige musikalische deutsch-bulgarische Freundschaft auch noch nach dieser Konzertreise pflegen zu können.

Am 07.04.2018 ging es dann wieder heimwärts. Eine ereignisreiche und in jeder Hinsicht wunderschöne Konzertreise bleibt dem LZO Thüringen in langer sehr guter Erinnerung.

Reisebericht von Jason Schürz  (Jena)

10. Thüringer Herbstkurs 2017 in Oppurg

 

Jubiläum - 10 Jahre Thüringer Herbstkurs

Ein guter Zeitpunkt kurz zurück zu blicken... Im Jahr 2016 entstand der Wunsch des Präsidenten des Landesverbandes BDZ Thüringen Daniel Mortsch und der Landesmusikleiterin Daniela Heise, die Fortbildung ihrer Vereinsmitglieder rundum abzusichern und auf „neue Füße“ zu stellen.

Nach vielen besuchten Weiterbildungskursen für Zupfmusiker im In -und Ausland hatten sich beide ein Bild gemacht, wie der Thüringer Kurs aussehen könnte. Die Bedürfnisse der Dirigenten aber auch der Orchestermusiker aller Generationen sollte Berücksichtigung finden.

An der gerade überarbeiteten Prüfungsordnung des BDZ (Bund) orientiert, starteten sie mit einem Probemodell der D-Kursausbildung im Zusammenspiel mit instrumentalem Meisterkurs und Weiterbildung im Dirigat im Sommer 2017 und waren erstaunt, wie viele Teilnehmer diesen Kurs sofort dankbar annahmen.

So etablierten sie 2008 den Thüringer Herbstkurs immer in der ersten Herbstferienwoche des Freistaates Thüringen. Seit dieser Zeit kamen jährlich 65 Teilnehmer und mit allen Mitwirkenden sind  inzwischen 10 Jahre lang rund 80 Personen eine Woche lang wie eine große Zupferfamilie vereint. Jeder freut sich schon auf das kommende Jahr und bringt meist noch jemanden mit, so dass die Mundpropaganda die beste Werbung für diesen Kurs bleibt. Alle Gäste loben immer die Thüringer Herzlichkeit, die gute Stimmung auf dem Kurs, die ausgefeilten Stundenpläne und natürlich auch das gute Essen.

Seit 3 Jahren hat der Kurs ein neues Domizil gefunden im CJD Schloss Oppurg und alle freuen sich, Unterkunft, Unterricht, Konzerte und Verpflegung unter einem Dach genießen zu dürfen. Mit einem weinenden Auge denkt die Leiterin Daniela Heise  stets an die 7 Jahre in Rudolstadt zurück, die auch sehr schön waren, trotz der vielen Wege, aber so genannte Lehrjahre für den Kurs bedeuteten. Das Publikum war durch die Zupferszene in Rudolstadt immer dankbar und die Konzerte wurden in der Öffentlichkeit auf jeden Fall besser angenommen.

In diesem Jahr zum besonderen Kurs, dem 10jährigen Jubiläum, waren mehr Dozenten nach Oppurg eingeladen, manche waren auch nur kurz zu Gast. Ganz besonders spannend gestaltete sich das Jubiläumskonzert am 2.10.2017 in der Saalfelder Schlosskapelle. Prof. Gerhard Reichenbach, der Virtuose der klassischen Gitarre, der seit Beginn diesen Kurs mitgeprägt hat und in fast jedem Jahr mit dabei war, spielte aus all den abwechslungsreichen Programmen der vielen Kursjahre einen Querschnitt und überzeugte wieder alle mit seiner technischen und musikalischen Bandbreite, seinem ausgezeichneten Spielstil und seiner Musikalität.

Im In- und Ausland ist er ein sehr begehrter Solist und Dozent auf vielen Meisterkursen. Er ist Professor für Konzertgitarre an der Musikhochschule Köln/Wuppertal. Er fand zu Beginn herzliche Worte, die Veranstalter und Organisatoren zu loben und den Kurs als einen besonderen Höhepunkt im Jahr zu würdigen.

Im zweiten Teil waren Prof. Caterina Lichtenberg und ihr Mann Mike Marshall  solistisch und kammermusikalisch zu hören.

C. Lichtenberg gehört weltweit zur absoluten Spitze ihres Faches. Sie ist erste Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe und Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.  Zum Wintersemester 2007/08 wurde sie zur Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen, dem weltweit einzigen Lehrstuhl für das Fach Mandoline. Sie im Zusammenspiel mit ihrem Mann, dem amerikanischen Multi-Instrumentalisten Mike Marshall zu hören, bedeutete, über eine musikalische Brücke zu gehen zwischen musikalischen Kontinenten und das war unterhaltsam. Ob Barock, Jazz, brasilianischer Choro oder amerikanische Folk-, Bluegrass- und Popmusik, beide sind mittlerweile in all diesen Stilbereichen zu Hause.

Neben dem gewohnt sehr guten Unterricht im Meisterkurs und in der Gruppe im Rahmen der Kurswoche gab es am späten Nachmittag täglich einen  spannenden Vortrag. Mike Marshall eröffnete den Reigen und erzählte mitreißend über seinen Werdegang in der Bluegrassszene Amerikas und hatte viele Fragen zu beantworten. Caterina Lichtenberg gab Einblicke in ihre musische Ausbildung seit Kindheitstagen und die Einflüsse von Familienmitgliedern, bekannten Musikern und unterschiedlichsten Musikstilen, die ihren Berufswunsch festigten und die ihre Gefühlswelt über Jahrzehnte prägten.

Interessant waren auch die Vorträge von Stefan Schmidt, der über seine äußerst erfolgreiche Unterrichtspraxis referierte und der Geschichtsabriss über die siebensaitige Gitarre durch Maxim Lysov.

Ein besonderes Abenteuer waren die Ausführungen von Maren Trekel, die mit den interessierten Teilnehmern moderne Musik in ungewohnter grafischer Notation zum Klingen brachte und viel aus ihrer Experimentierkiste zauberte. Auch das fahrbare Musikhaus Trekel stand den Kursteilnehmern in gewohnter Weise wieder zur Verfügung. Dafür gebührt Maren Trekel der herzlichste Dank!

Das gemeinschaftliche Musizieren ist seit Anbeginn ein wesentlicher Baustein des Kurses und im Jubiläumsjahr fanden sich gleich vier Formationen. Unter der Leitung von Christian Laier probten die jüngsten Teilnehmer im Zupfensemble und brachten zum Abschlusskonzert bereits Erstaunliches zu Gehör.

Um die jungen Gitarristen der Musikschulen, die zunehmend den Kurs für ihre Weiterbildung nutzen, kümmerte sich die Kursleiterin Daniela Heise, die ebenfalls die dirigentische und didaktische Ausbildung der C Kursteilnehmer in ihren Händen vereinte. So präsentierten sich am Ende die jungen Nachwuchsdirigenten und zeigten Einblicke in ihr Potential und motivierten das Gitarrenorchester zu musikalischer Gestaltungsvielfalt.

Ebenso engagiert arbeitete Anthon Hansen mit dem Zupforchester und brachte den fortgeschritteneren Dirigenten mit seinem besonderen Humor kleine Finessen und Feinheiten näher. Im Abschlusskonzert präsentierte das Orchester unter seiner Leitung aber auch durch die Vielfalt der Teilnehmer in seinem Meisterkurs Dirigat ein beachtliches sehr gut gelungenes Repertoire von 4 mehrsätzigen Werken, die in dieser Woche erarbeitet wurden.

Seit Jahren sind auch die Zitherspieler in den Thüringer Herbstkurs integriert und Steffen Hempel gelingt es immer wieder mit eigenen originellen Bearbeitungen die Kammermusik in seinem Bereich abwechslungsreich und begeisternd zu gestalten.

Nach einem sehr gelungen Eröffnungskonzert durch die beiden Gitarristen Anna Kermer und Philipp Lang, die sich erstmalig auch als Duo präsentierten, fühlten sich gerade viele jüngere Musiker animiert, die Zupfernight am Ende der Woche mit musikalischen Beiträgen zu bereichern. So gab es einige sehr gute kammermusikalische Beiträge u.a. der C Kursteilnehmer zu hören und eine Formation aus dem Gitarrenensemble La Speranza aus Nordhausen spielte unter Leitung ihrer Lehrerin Daniela Heise aus ihrem derzeitigen Repertoire.

Mit Denis Schmitz war ein neuer junger Dozent zu Gast, der im Konzert durch eigene Kompositionen  und durch große Strukturiertheit und neue Ideen in der Unterrichtswoche zu begeistern wusste.

Claudia Firl hatte in diesem Jahr gleich drei Streicheranmeldungen und überraschte im Konzert mit zwei sehr schönen Kammermusikbeiträgen zu 2 Cellis, 2 Gitarren und 2 Bässen. 

Marijke Wiesenekker, Michiel Wiesenekker und Maxim Lysov präsentierten sich am Ende der Zupfernight in gewohnter Weise locker und beschwingt mit technischem Können und viel Musizierfreude während Söhnchen Alex in den Armen der Kursleiterin glücklich und zufrieden schlief.

Viel Mühe hatte sich auch Robert Hartung mit den  oft unliebsamen Fächern Musiktheorie und Gehörbildung gemacht und war stolz, wie gut seine Teilnehmer den Anforderungen der Prüfungsordnung gerecht wurden.

Mit einer tollen Party im Rokokosaal des Schlosses feierten alle Teilnehmer eine gelungene Herbstkurswoche und ihre Abschlüsse. Die Belegschaft des CJD Schloss Oppurg zauberte ein Buffet vom Feinsten und krönte damit die absolut perfekten Rahmenbedingungen.  Dass in der lehrreichen Schulferienwoche für die Kinder nicht nur Üben und Lernen auf dem Programm stand, war für die Betreuerinnen  Marlen Donat und Kristin Pfeil (Juliane Byrenheit in Vertretung) Ehrensache. Sie zauberten tolle Bastelideen hervor und beschäftigten die Kinder kreativ über die ganze Woche.  Dafür gebührt ihnen herzlichster Dank auch in Anbetracht dessen, dass sie im nächsten Jahr leider nicht mehr dabei sein können.

In diesem Sinne nehmen wir gern Bewerbungen an für 2 Betreuer im Herbstkurs 2018, der vom 29.9.-6.10.2018 im CJD Schloss Oppurg stattfinden wird.

Susann Schrader und Wieland Gruppe, die guten Geister im Hintergrund des LV BDZ Thüringen wurden im Abschlusskonzert von der Landesmusikleiterin und dem Präsidenten des Landesverbandes geehrt und erhielten langen, verdienten Applaus. Ebenso wie die einzige Teilnehmerin im Bereich C2 Caroline Reitersdorf, die ihren Abschluss über zwei Jahre im Verband mit der Landesmusikakademie Sondershausen  im Herbstkurs  2017 erfolgreich ablegen konnte.

Herzlichen Dank an alle Beteiligen. Es war ein sehr sehr schöner Kurs.

Natürlich gab es am Ende einen großen Blumenstrauß und ein Präsent für die Ideengeberin und den Motor dieses Kurses, für die Kursleiterin Daniela Heise! Ihr habe ich auch zu verdanken, dass ich in diesem Jahr das erste Mal mit dabei sein konnte und mich begeistert auf das nächste Jahr in Oppurg freue...

Helge Weber, Teilnehmer im D1 Kurs

Mit Zupfmusik Zuhörer gewinnen - weit über die Grenze Thüringens hinaus

Das Mandolinen- und Gitarrenensemble „Lautengilde Jena" begeistert das Publikum nicht nur in seinem Heimatort.

In der Kirche Sankt Oswald in Manubach (bei Bacharach) frischten die Zupfer am 26.08.2017 eine alte Tradition wieder auf. Denn über 20 Jahre gab es keine Zupfmusik in Manubach zu hören. Mit ihrem Programm „...musikalisch um die Welt..." zogen die Jenaer in der Kirche alle Zuhörer in ihren Bann, die bei „Two Irish Tunes" kräftig klatschten. Und die Manubacher wollten eine zweite Zugabe. Der lange Beifall war der Lohn für ein gelungenes Konzert.

Wie kamen die Jenaer an den Rhein? Der Kontakt entstand durch die langjährige Mitspielerin Elke Müller, die seit zwei Jahren im Nachbarort Oberdiebach wohnt. Die Lautengilde ist nicht nur wegen des Konzertes gekommen. Proben, in Erinnerungen schwelgen und eine Matinee haben in der alten Mühle von Elke und Matthias Müller ebenso Platz gefunden wie ihre Gastfreundschaft.

Wer nun in Jena neugierig auf das Programm „...musikalisch um die Welt..." geworden ist, kann Teile davon am 02.12.2017 um 15.00 Uhr in der Rathausdiele hören, wenn das Mandolinen- und Gitarrenensemble das musikalische Reisejahr mit dem traditionellen Adventskonzert beendet.

Text: Jeannette Görg

Fotos: Rudolf Spörl

C-Ausbildung an der Landesmusikakademie Sonderhausen

Pult und Stock machen noch keinen Dirigenten aus dir…

 … aber die C-Ausbildung an der Landesmusikakademie Sondershausen!

Du spielst seit Jahren in einem Orchester und möchtest endlich auch mal am Pult stehen und deine musikalischen Ideen umsetzen? Die Möglichkeit haben, deine künstlerischen Stärken auszubauen und auch neue zu entdecken? Du fühlst dich bereit diesen Schritt nach vorn zu gehen? Dann hast du jetzt auch in Thüringen die ideale Möglichkeit bei diesem Vorhaben unterstützt zu werden, denn in diesem Jahr war es endlich so weit: An der Landesmusikakademie Thüringen in Sondershausen startete die C-Ausbildung für Laienmusiker und geht im kommenden Jahr in die zweite Runde.

Das Besondere an diesem Angebot ist, dass du mit Menschen in Kontakt trittst, die in den verschiedensten Ensembles Thüringens zu Hause sind und ihre Erfahrungen in die weiterbildende Arbeit einfließen lassen. Vernetzung, Austausch und Weitblick sind ein Muss für das Musikleben in Thüringen, was mit deiner Hilfe unterstützt und weiter ausgebaut werden kann. Die Teilnehmerzahl des laufenden Durchgangs bestätigt das große Interesse der einzelnen Personen, sich  für die Ensembleleitung und alles was das noch mit sich bringt, fit machen zu lassen und auch du sollst diese Möglichkeit bekommen.

In der einjährigen Ausbildung, die an neun Wochenenden stattfindet, werden die Teilnehmer von erfahrenen Dozenten professionell begleitet, um ihre vorhandenen Kompetenzen zu stärken und noch schlummernde zu erwecken. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausbildung liegt im Fach Ensembleleitung, wo es vorrangig darum geht, die Theorie des Dirigierens individuell und praktikabel umzusetzen, musikalisch-künstlerische Vorstellungen mit allen Sinnen zu erfassen und in die Hände zu legen, sowie verschiedene Stilistiken in ihren Eigenarten und Besonderheiten zu verstehen und in der Praxis anzuwenden. Darüber hinaus wird auch der Probenmethodik viel Raum gegeben, um sich selbst und das Vorgehen anderer zu reflektieren und verschiedene Methoden der Probenarbeit kennenzulernen.  Auch das musiktheoretische Verständnis und die Ohren werden in regelmäßigen Einheiten geschult und gestärkt, währenddessen die Dozenten sensibel auf das bereits vorhandene Können und die Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen und sich der Unterricht durch den hohen Grad an Praxisrelevanz auszeichnet. Dem bekannten Problem eine Partitur vor sich zu haben, die nicht zu seiner vorhanden Orchesterbesetzung passt, wird auch entgegengekommen: Grundlagen des Arrangierens stehen mit auf dem Studienplan. Um die heutige Musik verstehen zu können, braucht es auch immer einen Blick in die Vergangenheit – in Musikgeschichte und Formenlehre wird ein anschaulicher historischer Überblick von der Antike bis zur Gegenwart gegeben, der jedem Ensembleleiter hilft, hinsichtlich Dynamik, Phrasierung oder dem Verständnis für die Instrumentierung im Zusammenhang mit der Wirkungsästhetik und Intention durch die Jahrhunderte, stilechte Interpretationen anzustreben.

Neugierig geworden? Dann melde dich für den nächsten Durchgang an und sei 2017/18 an folgenden Wochenenden mit dabei:

C1-Qualifikation:

Modul I: 31.03.-02.04.17

Modul II: 05.05.-07.05.17

Modul III: 19.05.-21.05.17

Modul IV: 16.06.-18.06.17

C2-Qualifikation

Modul V: 20.10.-22.10.17

Modul VI: 24.10.-26.11.17

Modul VII: 12.01.-14.01.18

Modul VIII: 16.02.-18.02.18

Modul IX: 09.03.-11.03.18*

 Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung sind angewandte Kenntnisse in den zuvor erläuterten Bereichen und wenn du dir über diese nicht sicher bist, kannst du hinsichtlich der Zweifelstreuung gern direkt mit der Projektleitung Kontakt aufnehmen, oder dich ungehemmt anmelden und nach dem ersten Schnuppermodul entscheiden, ob die Ausbildung derzeit das richtige für dich ist.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“ (Benjamin Britten)

In diesem Sinne freuen wir uns auf dich und eine gemeinsame Bootsfahrt! 

 

Projektleitung:                 Dominique Moratzky

Telefon: 03632/6662818

@: Moratzky@landesmusikakademie-sondershausen.de

In Kürze ist die Anmeldung  über die Homepage der Akademie oder telefonisch möglich.

Der Infoflyer kann hier heruntergeladen werden.

*Es besteht die Möglichkeit sich nur für C1 anzumelden. Diese Einheit wird mit einem Teilnahmezertifikat bescheinigt. Die Anmeldung für C1 und C2 wird mit einer Prüfung abgeschlossen. In Ausnahmefällen kann sich nach vorheriger Absprache nur zu C2 angemeldet werden.

Festkonzert zum 110jährigen Jubiläum

Am 16.10.2016 gab das Mandolinen- und Gitarrenensemble "Lautengilde Jena" im Volksbad Jena ein Festkonzert zum 110jährigen Bestehen.

Das LZO Thrüingen trifft das LZO Nord zum gemeinsamen Konzert in Ratzeburg

LZO Nord und LZO Thüringen

Das Landeszupforchester Thüringen traf sich vom 16. bis 18.09.2016 mit dem Landeszupforchester Nord zum gemeinsamen Probewochenende und Konzert in Ratzeburg.

9. Thüringer Herbstkurs 2016 in Oppurg

Der 9. Thüringer Herbstkurs des BDZ Landesverbandes Thüringen e.V. im Schloss Oppurg

Auf dem Herbstferienprogramm zahlreicher Kinder und mehrerer Erwachsener standen auch in diesem Jahr in der ersten Woche nicht etwa Schwimmbad, Kino oder Radfahren, sondern Notenlehre, Musikgeschichte, Gehörbildung und Instrumentalunterricht und das freiwillig. Für einen intensiven Weiterbildungskurs haben sie sich entschieden, denn sie waren Teilnehmer des 9. Herbstkurses des BDZ Landesverbandes Thüringen e.V., der vom 8.10.-15.10.2016 im CJD Schloss Oppurg stattfand. Dieser Kurs wird jährlich gefördert von der Thüringer Staatskanzlei und der Volksbank Gera- Jena- Rudolstadt. Das zweite Jahr in Folge weilten die interessierten Zupfmusiker aus ganz Thüringen und darüber hinaus in Oppurg und haben hier eine neue Heimat gefunden.

Wir haben die Kurse bis vor zwei Jahren in Rudolstadt organisiert, hatten dort aber zuletzt keine Kapazitäten mehr für die Übernachtung. Deshalb haben wir einen Ort gesucht, an dem Unterricht, Übernachtung und Verpflegung unter einem Dach möglich sind, berichtete Daniela Heise, Leiterin des Herbstkurses. Stetig sind die Teilnehmer- und damit die Übernachtungszahlen gestiegen, denn der Kurs für Zupfmusiker ist beliebt und spricht sich immer weiter herum. Eine Empfehlung für das Organisationsteam war das CJD Schloss Oppurg, das nahe der Stadt Rudolstadt liegt und alle gewünschten Bedingungen vereint. Und so waren nun 84 Musiker zwischen 7 und 70 Jahren hier zu Gast, um zu lernen, gemeinsam zu musizieren, Freundschaften zu pflegen und gemeinsam etwas zu erleben. Der Dank der Herbstkursteilnehmer gilt Matthias Bäzold und seinem gesamten Team. Sie haben die Woche exzellente Rahmenbedingungen geschaffen und ließen keinen Wunsch unerfüllt.

Ich schaue gerne mal über den Tellerrand hinaus, begründete Bärbel Hoffmann, Mandolinenlehrerin in Magdeburg, ihre Teilnahme am Herbstkurs. Zum ersten Mal war sie dabei und durch eine Schülerin, die meinte, sie müsse unbedingt dabei sein, dazugekommen. Strahlende Augen zum Abschlusskonzert der Teilnehmer verrieten, sie waren alle begeistert!

Der Herbstkurs funktioniert von selbst. Wenn es den Kindern und den Erwachsenen gefällt, dann erzählen sie es weiter und motivieren andere, freute sich Daniela Heise über den Erfolg. Auch die Musiklehrer kommen mit ihren Schülern zum Kurs, um etwas mit ihnen zu erleben und sich selbst fortzubilden, erzählte Susann Schrader bewundernd, die zum Organisationsteam gehört und gleichzeitig als lernende Teilnehmerin wieder mit Eifer dabei war. In diesem Jahr gab es in der Tat so viele Anfragen, das zwei Interessenten auf das nächste Jahr vertröstet werden mussten, weil die Kapazitäten einfach irgendwann erschöpft sind. Jedes Zimmer des Schlosses Oppurg und sogar ein Büro waren durch die Musiker belegt, die hier fleißig lernten und mit Freude musizierten.

Der Herbstkurs ist ein Weiterbildungsangebot für Zupfmusiker und für Dirigenten. Ins Leben gerufen wurde er vor zehn Jahren, nachdem Daniela Heise, die auch die Landesmusikleiterin ihres Verbandes und Dirigentin des Landeszupforchesters Thüringen ist, Susann Schrader als Geschäftsführerin und Daniel Mortsch, der Präsident des BDZ Landesverbandes Thüringen e.V. und Vereinsvorsitzender des Mandolinenorchesters Rudolstadt e.V. ist, gemeinsam überlegt hatten, ein solches Fortbildungsangebot zu initialisieren. Sie schauten und hörten sich um, welche Möglichkeiten diesbezüglich in den alten Bundesländern bereits bestehen und entwickelten dann einen eigenen Kurs.

So hielt der diesjährige Herbstkurs wieder Meisterkurse im Instrumentalspiel mit täglichem Einzelunterricht am Instrument, im Dirigat, D- Kurse für Kinder und Erwachsene sowie Ensemblemusizieren bereit. Dreizehn Dozenten wurden dafür gewonnen und diese stammen aus ganz Deutschland, aus Holland, Dänemark und Weißrussland. Die Teilnehmer entschieden selbst, welchen Kurs sie bei welchem Dozenten besuchen und sie brachten jeweils ihre eigenen Instrumente mit. Als Dozenten dabei waren in diesem Jahr Gerhard Reichenbach, Katsia Prakopchyk, Jan Skryhan, Michiel Wiesenecker, Marijke Wiesenecker, Steffen Hempel, Karoline Laier, Christian Laier, Anna Kermer, Claudia Firl, Robert Hartung, Anthon Hansen und Daniela Heise.

Auf welch hohem Niveau die Dozenten musizieren, konnte man u.a. in den abwechslungsreichen Konzerten der Woche hören. Zur Freude aller Teilnehmer war auch Gerhard Reichenbach wieder an seiner Gitarre zu hören und verzauberte mit einem virtuosen abwechslungsreichen Programm die kleinen und großen Zuhörer. Erstmalig haben in dieser Woche alle Dozenten musiziert und ebenso gelungene Kostproben ihres Könnens gegeben. Die Zupfernight war eine sehr gut angenommene neue Plattform des Kurses, die von Dozenten und den Teilnehmern gleichermaßen genutzt wurde.

Ebenfalls beeindruckend waren die drei Vorträge der Woche. Maren Trekel aus Hamburg reiste mit ihrem fahrenden Musikhandel an und gab in diesem Jahr interessante Einblicke zum Instrumentenbau. Von Samstag bis Dienstag war sie mit ihrer Notenauswahl sowie Zubehör vor Ort, sodass sich die Teilnehmer ausstatteten und die Jüngsten auch kleine Erinnerungen erwerben konnten.

Adrian Hake sorgte dafür, dass die Konzertgitarristen weiteren Durchblick in die vielfältigen Spielmöglichkeiten der Westerngitarre bekamen und verblüffte mit seiner Spielgewandheit.

Neu im Kursgeschehen war der integrierte Vortrag durch die Nordhäuser Physiotherapeutin Ute Voigt. Die Teilnehmer nahmen besonders die praktischen Übungen dankbar an. Auch die erfolgreichen Einzelbehandlungen der folgenden Tage verstärkten den Wunsch, diesen „Luxus“ im nächsten Jahr fort zu führen.

Auch in diesem Jahr bildeten die Kinder und die Erwachsenen jeweils ein Kinderorchester (Ltg. Daniela Heise), ein Zupforchester (Ltg. Anthon Hansen) und ein Zitherensemble (Ltg. Steffen Hempel). Sie erarbeiteten Werke, die sie am Sonnabend, den 15. Oktober, um 11.00 Uhr in einer Abschlussmatinee in der Stadtkirche Pößneck präsentierten. Dort stehen mir regelmäßig die Tränen in den Augen, denn da empfange ich große Dankbarkeit für eine gelungene Woche und blicke in zufriedene begeisterte Teilnehmer- und Dozentenaugen, lausche den Orchesterklängen und freue mich an den hervorragenden Einzeldarbietungen, schwärmte die Kursleiterin. In diesem Jahr stand eine Uraufführung für den Herbstkurs auf dem Programm mit dem Titel „Getanztes aus der Zeit gefallen“ von Anthon Hansen. Der dänische Komponist und Dirigent war kurzfristig für den erkrankten Nikolaus Müller eingesprungen und hat souverän nach 12 Stunden Anreise sein Orchester in der Woche mit seinem besonderen Charme zu Höchstleistungen gebracht. Auch die Dirigenten, die vor beide Orchester traten, ob groß oder klein, machten eine sehr gute Figur am Pult. Hierfür und für die vielen tollen Stunden sei dem Dozententeam herzlichst gedankt.

Besonders hervorgetan hat sich in diesem Jahr das perfekt funktionierende Saalteam um Susann Schrader, Wieland und Christiane Gruppe, Sebastian Fritz, Nico Sonack und Robert Hartung. Alle Teilnehmer haben in drei gut besuchten D Kursen (insgesamt 42 Abschlüsse) ihr Bestes gegeben und mit vollem Eifer geübt. Dass auch ein wenig Freizeit blieb, dafür sorgten die beiden Betreuerinnen Marlen Donat und Kristin Pfeil, die in vorbildlicher Form selbständig ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit nachgingen und die Kinder trotz durchgängig schlechtem Wetter abwechslungsreich beschäftigten.

Wir hoffen auf ein gesundes Wiedersehen vom 30.9.-7.10.2017 im Zauberschloss zum 10 jährigen Jubiläum!

Das Interview führte Sandra Hoffmann von der OTZ!

Thüringens Zupfer laden ein

LZO Nord und LZO Thüringen

Am Sonntag, den 5.6.2016 von 10.00-18.15Uhr trafen sich Thüringens Zupfer auf dem Gelände der Landesmusikakademie Sondershausen, um ihr Landesmusikfest zu begehen. Rund 200 Musiker aus allen Teilen unseres Bundeslandes brachten in ihren Gitarrenensemblen oder Zupforchestern Werke verschiedener Epochen in ihren Konzertprogrammen zu Gehör.

Folgende Vereins- bzw. Gastorchester des BDZ Landesverbandes Thüringen e.V. waren zu hören: Zupforchester Obergebra e.V., Mandolinenverein "Eichsfeldia" Struth e.V., Mandolinenorchester Wanderlust 1919 e.V. Rudolstadt, Gitarrenensemble "La Speranza" der KMS Nordhausen, Zupfensemble Eisfeld e.V., Quintett "Vielsaitig" Jena, Zupfensemble der MS Gera, Zupfensemble "Cuerdas Saltandas" der MS Saalfeld und Mandolinen- und Gitarrenensemble "Lautengilde Jena"!

Zur Eröffnung um 10.00Uhr präsentierte sich das gastgebende Gitarrenensemble "Con Fermezza" aus Nordhausen, welches in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feiert. Kürzlich erspielten sie sich einen Sonderpreis der Neuen Musik zum Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm und verteidigten erneut ihren Status, das beste Gitarrenensemble Deutschlands zu sein.

Im Verlaufe des Tages sorgte auch ihre befreundete Jazzband aus der Partnerstadt Bochum "Henrys Jazzmen" für Stimmung, während die erwachsenen Musiker aus den angereisten Orchestern sich viel zu erzählen hatten. Auf die teilnehmenden Kinder hatten sich die drei Jugendleiter des BDZ Landesverbandes mit lustigen Spielideen vorbereitet.

Am Nachmittag führte die Landesmusikleiterin Daniela Heise alle angereisten Musiker zu einem XXL Orchester zusammen im Gedenken an ihren langjährigen Musikerkollegen Hannes Grübler. Es erklang der St. James Blues in einer Bearbeitung für Zupforchestervon Dieter Kreidler im Zusammenspiel mit den Bochumer Jazzmusikern. Alle Veranstaltungen waren für das interessierte Publikum kostenfrei und wurden gern genutzt!

Um 17.00Uhr waren im Abschlusskonzert im Achteckhaus Sondershausen die beiden Landeszupforchester zu hören, mit den Solisten Reiner Schubert (Mundharmonika) und Christiane Gruppe (Blockflöte) , aber auch das besonders erfolgreiche Gitarrenquartett der Musikschule Erfurt unter Leitung von Anna Kermer. Erst kürzlich erhielten die 4 Musiker die Höchstpunktzahl beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Kassel. Zu Gast war auch das Musikhaus Thoss und der gitarrenbauer Markus Dietrich. Bei allen Mitstreitern bedankt sich der Vorstand des BDZ LV Thüringen ganz herzlich.

(Daniela Heise)

LZO Nord und LZO Thüringen

Workshop mit Rossen Balkanski und Gerhard Reichenbach

LZO Thüringen mit Rossen Balkanski und Gerhard Reichenbach
Konzert Gerhard Reichenbach
Konzert Gerhard Reichenbach
Ausflug nach Stollberg
gemütlicher Abend

Am Freitag, den 8.4.2016 stieg der bulgarische Gitarrist und Komponist Rossen Balkanski in Leipzig nach 25 Stunden Fahrt vergnügt mit seiner Gitarre aus dem Fernbus und wurde von der Landesmusikleiterin des BDZ Thüringen, Daniela Heise mit großer Wiedersehensfreude empfangen. Dank der netten Begleitung ihrer Kollegin, Daniela Ivanowa war für die sehr gute Kommunikation von der ersten Minute an gesorgt und es gab schon viel zu erzählen auf der weiteren Fahrt. Zum zweiten Mal war Rossen nun zu Gast in Nordhausen und freute sich auf das Wiedersehen mit dem Landeszupforchester Thüringen und den interessierten Musikern des BDZ Landesverbandes Thüringen.

Am späten Nachmittag hatten sich alle zum Probenbeginn in der Kreismusikschule Nordhausen eingefunden. Auf dem Programm stand ein neues Werk des bulgarischen Gitarristen und versierten Komponisten Rossen Balkanski. „Romance and Dance“ war am Ende des Jahres 2015 aus seiner Feder geflossen, gewidmet dem LZO und seiner Leiterin Daniela Heise. Alle angereisten Musiker  waren voller Vorfreude, aber auch voller Aufregung. Vorn an die Projektmanagerin Susann Schrader, die im Vorfeld sehr viel Zeit und Energie in die Organisation des Workshopwochenendes gesteckt hat. Es mussten Verträge abgeschlossen werden, Übernachtungen  gebucht werden, für kulinarische Rundumversorgung gesorgt werden und nebenbei mussten auch noch die anspruchsvollen Stücke geübt werden.

Das ist ihr mühelos gelungen und so war eine perfekte Voraussetzung geschaffen für ein besonderes musikalisches Wochenende. Krönender Höhepunkt war natürlich die Zusage des Gitarristen Gerhard Reichenbach, der am Samstag Abend in der schönen Cyriacikapelle konzertierte und unter anderem die „Balkanska Sonata“ von Rossen Balkanski darbot. Das Konzert war sehr gut besucht und alle Interessierten wurden belohnt mit einem Feuerwerk von Rhythmen, gitarristischen Techniken und Finessen auf höchstem Niveau, aber auch mit musikalisch ausgereiften zu Herzen gehenden Darbietungen. Gerhard Reichenbach brillierte besonders mit der anspruchsvollen Sonate von Rossen Balkanski und erntete auch sehr viel Anerkennung des Komponisten. Gerhard Reichenbach hat sich über viele Jahre mit der Musik des Balkans intensiv beschäftigt und war somit auch höchst interessiert an dem neuen Orchesterwerk und der Umsetzung durch das LZO. Beide Musiker standen für Stimmproben und Technikeinheiten an den drei Tagen zur Verfügung und leisteten hervorragende Arbeit. Alle Musiker setzten sehr schnell die Vorgaben um und verinnerlichten die schweren für uns ungewohnten Rhythmen mit jeder Probeneinheit besser. Alle waren höchst konzentriert und ambitioniert bei der Sache. Auch dirigentisch gab es Herausforderungen für die Leiterin zu bewältigen, die gemeinsam mit dem Komponisten im Fachsimpeln über Tempi, Schlagmuster und Impulsgebung theoretisch und praktisch gelöst wurden.

Die Stimmung unter allen Musikern war trotz der Anspannung beim Musizieren so gelöst und freudig, dass es neben dem Proben natürlich auch viele gesellige Momente bei Spaziergängen oder beim gemütlichen Zusammensitzen beim „Lieblingsgriechen“ gab. Am Sonntag konnten beide Stücke im Durchlauf so gut dem Gast aus Bulgarien präsentiert werden ,  dass er weiß, die Musiker haben seine Ideen verstanden und sein Werk ist in guten Händen. Nun  wird in den nächsten Probephasen für den Feinschliff gesorgt und die musikalische Gestaltungsbreite ausgeschöpft. Alle Mitglieder des Orchesters fuhren beglückt und dankbar nach Hause.

Für Rossen Balkanski gab es am Sonntag Abend noch eine kleine Überraschung. Gemeinsam besuchten die Nordhäuser Gastgeber mit ihm das schöne Fachwerkstädtchen Stolberg im Harz und ließen bei einem guten Essen das rundum gelungene Workshopwochenende ausklingen. Alle freuen sich bereits auf ein Wiedersehen 2018 eventuell zum Eurofestival in Bruchsal.

(Daniela Heise)

Rückblick 2015

Schloss Oppurg
Besuch in den Feengrotten
Eröffnungskonzert mit Con Fermezza
Konzert mit Amsterdams Gitaar e Mandoline Duo
Kursorchester beim Abschlusskonzert in Pößneck
Kinderzupforchester beim Abschlusskonzert in Pößneck
C2 Absolventen
Unterricht bei Marijke
Zither Schnupperkurs bei Steffen
Fingerstyle Workshop mit Adrian
Kinderzupforchester beim Abschlusskonzert
Kinderzupforchester beim Abschlusskonzert
Freizeitgestaltung
Session
Abschlussabend
 

Impressionen des 8. Thüringer Herbstkurses im CJD Schloss Oppurg

Am 4.10.2015 eröffnete das Gitarrenensemble „Con Fermezza“ im Barocksaal des Schlosses Oppurg musikalisch den 8. Thüringer Herbstkurs. Begeistert applaudierten die angereisten Kursteilnehmer, Dozenten, Betreuer und Eltern der noch jüngeren Musiker, die alle gespannt waren auf eine abwechslungsreiche Woche im neuen Kursambiente.
 
Dass es sich im Schloß gut proben und leben lässt, konnten schon die Orchestermusiker aus „Con Fermezza“ bestätigen, die unter Leitung ihrer Dirigentin Daniela Heise im Vorfeld vor Ort ihre Probenphase absolvierten. Beschwingt und hochmotiviert präsentierten sie das erste Mal ihr Wettbewerbsprogramm für den Deutschen Orchesterwettbewerb 2015/2016 und erhielten viel Lob und Begeisterung.
Alle weiteren Dozentenkonzerte im Rahmen des Herbstkurses fanden auch in diesem schönen Barocksaal statt. So hörten die interessierten Kursteilnehmer Jan Skryhan und Prof. Andrzej Mokry im Doppelkonzert jeweils als virtuose Gitarrensolisten, die facettenreich Musik der Klassik und der Gegenwart zu Gehör brachten. Die Geschwister Marijke und Michiel Wiesenekker starteten ein Feuerwerk auf ihren vielen Instrumenten und beeindruckten durch eigene, anspruchsvolle, unter die Haut gehende Kompositionen. Anna Kermer als gefühlvolle Interpretin ließ im Solokonzert mit ihrer Gitarre ebenso aufhorchen, wie das noch recht jung zusammen gekommene Duo Robert Hartung (Mandoline/Gesang) und Adrian Hake (Westerngitarre). Mit gut durchdachter Programmauswahl und emotional ansprechendem Vortrag eroberten alle Interpreten die Herzen ihrer Zuhörer.
Am Ende einer belebten, anspruchsvollen und sehr schönen Kurswoche präsentierten die Teilnehmer am Sonntag, den 11.10.2015 zum Matineekonzert in der evangelischen Stadtkirche in Pößneck dem interessierten Publikum die Ergebnisse der Weiterbildung. Neben vielen herausragenden Solobeiträgen waren auch wieder die drei Kursorchesterformationen zu hören. So spielte das Kinderorchester unter Anleitung von Daniela Heise und den interessierten dirigierenden Teinehmern aus dem Bereich Ensembleleitung ein Werk von Karoline Laier „Auf Reisen“ und machte klar, dass in der Woche dieses Motto gelebt wurde. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die jungen Musiker nach Hause zurück. Besonders beeindruckt war sicherlich die jüngste Teilnehmerin Helene Gruppe, die als Siebenjährige ihren ersten Soloauftritt mit Orchester hatte. Sie sang und spielte auf ihrer Blockflöte souverän „Ich bin ein Musikante und komm aus ...“.
Nein nicht aus "Schwabenland" waren die kleinen Musikanten, sondern kreuz und quer aus dem ganzen Bundesland Thüringen. In den anderen beiden Kursformationen der erwachsenen Teilnehmer spielten erneut auch angereiste Musiker aus Sachsen und Sachsen-Anhalt mit. So hörten die Gäste interessante Zitherbeiträge eines Quartettes unter Leitung von Steffen Hempel sowie 3 anspruchsvolle Werke des großen Kursorchesters. Die Einstudierung lag in den Händen von Nikolaus Müller und alle Meisterkursteilnehmer im Fach Dirigat durften im Konzert das Orchester führen. So erklang wunderschön musiziert die „Türkische Suite“ von Buck Wolters, das „Londonderry“ in einer Bearbeitung von Christopher Grafschmidt und das „Divertimento“ von Mirko Schrader. Viel Applaus gab es im Abschlsskonzert auch für die vier ersten Absolventen eines C2 Kurses in Thüringen. Über 8 Jahre waren die Teilnehmer (Birgit Wetzel- Franke, Lisa Warnstedt, Nico Sonack und Paul Georg Nobis) in das Weiterbildungskonzept des Landesverbandes BDZ Thüringen integriert und haben in den Herbstkursen und den dazwischen liegenden Modulen abgestimmt mit den beiden Landesorchestern, eine hervorragende Ausbildung wahrnehmen können. Mit Stolz präsentierten sie ihren abschließenden Kammermusikbeitrag und bedankten sich mit emotionalen Gesten bei ihren Kursleitern Daniela Heise und Robert Hartung sowie allen beteiligten Dozenten.
Weitere besondere Höhepunkte der Woche waren die abendlichen Kursangebote von Adrian Hake „Westernstyle und offene Stimmungen“, Steffen Hempel „Zither & more“ und der sehr interessante abwechslungsreiche Vortrag von Maren Trekel zum Thema „Notendruck“.
Beeindruckt waren die neuen Kursteilnehmer auch von der zügigen „Hand in Hand“ Organisation beim Auf- und Abbau der Notenausstellung vom Musikhaus Trekel aus Hamburg. So konnten alle ganz schnell auch nach Herzenslust in den Noten stöbern...
Das breite Kursangebot von D1-C2, Meisterkurs oder Ensemble mit allen Unterrichtsinhalten der Musiktheorie, Gehörbildung und der Musikgeschichte, aber auch der Instrumentalunterricht, die Kammermusik und das Dirigat bestimmten die spannende Kurswoche. Dafür sei allen Dozenten auf das Herzlichste gedankt. Mit dabei waren in diesem Jahr: Katsia Prakopchyk, Jan Skryhan, Karoline Laier, Christian Laier, Anna Kermer, Robert Hartung, Nikolaus Müller, Prof. Andrzej Mokry, Steffen Hempel, Marijke und Michiel Wiesenekker, Claudia Firl und die Kursleiterin Daniela Heise. Der Geschäftsführerin des BDZ LV Thüringen Susann Schrader, dem Vorstandsmitglied Wieland Gruppe und den Betreuerinnen Kristin Pfeil, sowie Marlen Donat gilt auch erneut großer Dank für ihr Engagement und ihre Kreativität.
Auch für die Freizeitgestaltung war wieder gesorgt. Ein besonderes Erlebnis war der gemeinsame Besuch der Saalfelder Feengrotten, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen auf ihre Kosten kamen.
Am Samstag Abend nach einem spannenden Prüfungstag wurde im Rokokosaal gefeiert. Stilvoll wie es sich in einem Schloss gehört, wurde aufgetafelt, musiziert und mit allen 78 angereisten Musikern auf eine gelungene Woche angestoßen. Die dafür bereitsgestellte leckere Himbeerbowle war ein weiterer Beweis der sehr guten Küche des Hauses und der Wohlfühlstimmung, die alle im neuen Domizil Schloss Oppurg erleben durften. Dank an alle Beteiligten, die den 8. Thüringer Herbstkurs erneut zu seinem Erfolg verholfen haben. Es war eine runde, gelungene Weiterbildung und alle freuen sich auf den 8.-15.10.2016, wo es heißt: „Der BDZ Landesverband Thüringen lädt ein zum 9. Thüringer Herbstkurs im CJD Schloss Oppurg!“
 
(Daniela Heise)